Schlacht von Solon

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Schlacht von Solon
Teil von: Zwoter Haven-Krieg - Unternehmen Raupenfraß
RMN vs RHN.png
Datum 1921 PD
Ort Solon System
Ausgang Havenitischer Sieg
Territorium Republik Haven
Konfliktparteien
Royal Manticoran Navy
Einsatzgruppe 82
Republikanische Navy von Haven
Einsatzgruppe der Dritten Flotte
Befehlshaber
Admiral Honor Harrington Admiral Javier Giscard
Truppenstärke
2 SD(P)
6 CLAC mit 670 LACs
5 BC(P)
6 CA
8 CL
3 DD
18 SD(P)
6 CLAC
8+ BC

3 SD
7 ML
190 LACs der Systemverteidigung
stationäre Verteidigungsanlagen
Verluste
Zerstört:
1 SD(P)
3 BC(P)
3 CA
3 CL
211 LACs
Zerstört:
6 BC
Beschädigt:
2 BC
1 SD(P)
2 ML

Die Schlacht von Solon war eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Einsatzgruppe 82 der manticoranischen Achten Flotte und Teilen der havenitischen Dritten Flotte. Sie ereignete sich im Jahr 1921 PD, als TG 82 unter dem Kommando von Admiral Honor Harrington das Solon System im Rahmen von Unternehmen Raupenfraß angriff. (HH11)

In dieser Schlacht setzte die Haven Navy zum ersten Mal die sogenannten Tarantula-Plattformen und das Moriarty System ein. Admiral Michelle Henke geriet in dieser Schlacht in havenitische Gefangenschaft.


Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

Kurz nachdem TG 82 in das Solon System vorgerückt war, löste Admiral Giscard auf ein Signal hin einen sorgfältig geplanten Hinterhalt aus. TG 82 wurde von drei separaten Ensatzgruppen ("Bandit 2 bis 4) eingekreist und in Richtung der vermeintlich schwachen Systemverteidiger ("Bandit 1") gedrängt. Nachdem sich TG 82 mit Bandit 4 ein Raketengefecht geliefert hatte, in dem HMS Intolerant schwer angeschlagen worden war, wurde TG 82 von Bandit 1 mit 17 000 gondelgestützten Mehrstufenraketen angegriffen, die von dem erstmals eingesetzten Moriarty-System gesteuert wurden.

TG 82 erlitt in der Schlacht schwere Verluste und musste sich zurückziehen. Admiral Henkes Flaggschiff, HMS Ajax, wurde schwer beschädigt, musste aufgrund von Impellerschäden zurückbleiben und wurde von havenitischen Einheiten schließlich zerstört. Ein Teil der Crew, darunter Admiral Henke, entkam kurz vor der Vernichtung des Schiffes, nachdem es gelungen war, einen der durch Treffer blockierten Beiboothangars freizuräumen.


Schlachtaufstellung

RHN

Einsatzverband der Dritten Flotte, CO Admiral Javier Giscard, bestehend aus 18 SD(P)s der Sovereign of Space Klasse und 6 CLACs der Aviary Klasse, aufgeteilt in drei gleiche Einsatzgruppen aus je 6 SD(P)s und 2 CLACs:

  • Einsatzgruppe 3_ (Bandit Zwo - Systemnorden), CO Admiral Pierre Redmont
    • 1 Schlachtgeschwader
    • 1 CLAC-Division
    • 1 Schlachtkreuzergeschwader
  • Einsatzgruppe 32 (Bandit Drei - Systemsüden), CO Konteradmiral Hildegard Sewall
    • 1 Schlachtgeschwader
    • 1 CLAC-Division
    • Nahbereichsabwehrschirm
  • Einsatzgruppe 3_ (Bandit Vier - Achteraus), CO Admiral Javier Giscard
  • Einsatzgruppe 36 - Solon Systemverteidigung, CO Konteradmiral Emile Deutscher
    • Eine Schlachtdivision (2 SD) (Bandit Eins)
    • Ein Geschwader (7 Einheiten) schnelle Minenleger (Bandit Eins)
    • Ein LAC-Element aus 190 LACs
    • Systemraketengondeln


RMN

Einsatzgruppe 82, CO Admiral Honor Harrington:


Schlachtverlauf

Im Anschluss an die Erfolge der ersten Unternehmungen von Unternehmen Raupenfraß (Raupenfraß I und II) zielte Raupenfraß III auf das Solon System. Zwei Zerstörer klärten das System auf, während ein dritter als zentrale "Datensammelstelle" in der Nähe des geplanten Transitionspunktes von TG 82 wartete. Die Aufklärer entdeckten eine leichte Systemverteidigungsgruppe ("Bandit Eins") im Orbit von Arthur sowie Gruppen von Raketengondeln, die um Arthur und den nahen Planeten Merlin positioniert waren.

Nachdem TG 82 im System angekommen war, starteten die LAC-Träger ihre LACs und blieben - gesichert durch ein LAC-Geschwader und drei Leichte Kreuzer - außerhalb der Hypergrenze zurück, während der Rest von TG82 ins System vorrückte.

Die entdeckten Verteidigungskräfte waren indes nur ein Köder, der Harringtons Einheiten in eine Falle locken sollte. Durch den Einsatz der neuen Tarantula-Plattformen war Admrial Giscard in der Lage, die eigentlichen Verteidigungskräfte im Hyperraum zu verstecken, diese zu koordinieren und dort auf ein Signal zu warten. Er kopierte damit Harringtons Taktik aus der Zwoten Schlacht von Marsh. Aufgrund der FTL-Impulse, die TG 82 sowohl von Arthur als auch Merlin empfing, vermutete Admiral Harrington eine Falle und befahl ihren Trägern, aus dem System zu springen.

Kurz darauf sprangen drei Einsatzgruppen der RHN ins System, eine im Systemnorden, eine im Systemsüden und eine direkt achteraus von TG 82, welche damit praktisch eingekreist war. "Bandit Vier" unter dem Kommando von Admiral Giscard lieferte sich nun ein Raketengefecht mit TG 82 und feuerte in elf Salven 12 000 Mehrstufenraketen ab, die dank der Schlüsselloch-II-Plattformen und der Katana-LACs jedoch allesamt abgewehrt werden konnten, ohne Schaden anzurichten. Daraufhin feuerte Bandit Vier eine einzige, massive Salve aus 11 000 Raketen auf die Superdreadnoughts und Schlachtkreuzer von TG 82 ab, die den SD(P) HMS Intolerant, den BC(P) HMS Ajax und den CA HMS Star Ranger beschädigten und Admiral Morowitz töteten. TG 82 antwortete mit Beschuss von RHNS Conquete, welcher leichten Schaden verursachte. Im weiteren Verlauf erlitten sowohl HMS Intolerant als auch RHNS COnquete schwere Schäden, die Intolerant verlor durch einen Lasertreffer in den Hohlkern ihre gesamte offensive Raketenbewaffnung und beide "Schlüsselloch"-Plattformen. Zuletzt waren die Gondelleger von "Bandit Vier" praktisch leergeschossen, als TG 82 aus dessen Reichweite gelangte und in die äußerste Raketenreichweite von "Bandit Drei" eintrat.

Admiral Harrington positionierte ihre Schlachtkreuzer so, dass sie zwischen der beschädigten Intolerant und den Raketengondeln um Arthur standen, um den SD(P) zu decken. An diesem Punkt befahl Admiral Deutscher die Aktivierung des Moriarty-Systems und feuerte 17 000 Raketen auf TG 82 ab, die aus zuvor von den von TG 82 irrtümlich für Schlachtkreuzer gehaltenen Minenlegern ausgelegten Raketengondeln starteten. Obwohl TG 82 die Salve zu einem Großteil abwehren konnte, drangen 1600 Raketen durch und zerstörten HMS Intolerant, zwo Gondelschlachtkreuzer, drei Schwere Kreuzer und 211 LACs. Zwo Schwere Kreuzer ( Blackstone, Star Ranger) wurden zu Wracks geschossen, HMS Ajax verlor den kompletten Heckimpellerring und zudem alle Beiboothangars, die eine Evakuierung unmöglich machten. Im Gegenzug zerstörte TG 82 zwo Minenleger und beschädigte einen der Superdreadnoughts von "Bandit Eins" schwer.

Durch die direkte Bedrohung durch "Bandit Drei" und "Bandit Zwo" war eine Evakuierung der "Ajax" über Personenschleusen nicht möglich, ebensowenig ein Abbremsen. Die "Ajax" wich für Reparaturversuche nach Systemnorden aus, während TG 82 kurzzeitig abbremste, um den Gegner abzulenken. Mit der Koordination durch die drei Aufklärungszerstörer nahm Admiral Miklos alle überlebenden LACs am Treffpunkt auf und TG 82 zog sich zurück. (HH11)

Der Crew der HMS Ajax gelang die Reparatur des Impellerreinges nicht, allerdings konnte ein Beiboothangar freigeräumt werden, wodurch einem Teil der 300 Personen umfassenden Rumpfcrew, die nicht per Rettungskapseln hatte evakuiert werden können, die Flucht gelang, bevor "Bandit Zwo" den Schlachtkreuzer vernichtete, nachdem dieser seine verbliebenen Raketengondeln als "Minenfeld" ausgelegt und sechs Schlachtkreuzer von "Bandit Zwo" vernichtet hatte. Die Überlebenden der Ajax, darunter Admiral Henke, gingen in havenitische Kriegsgefangenschaft. (SAG2/1)


Detaillierte Verluste

RHN

  • 2 Superdreadnoughts schwer beschädigt, darunter RHNS Conquete
  • 2 Schlachtkreuzer beschädigt
  • 6 Schlachtkreuzer vernichtet
  • 2 Minenleger vernichtet


RMN

  • 1 von 2 Gondellegern (50%) - HMS Intolerant
  • 3 von 5 Gondel-Schlachtkreuzern (60%): HMS Priam, HMS Patrocles und HMS Ajax
  • 3 von 6 Schweren Kreuzern (50%): HMS Star Ranger, HMS Blackstone und HMS Necromancer
  • 3 von 8 Leichten Kreuzern (38%): HMS Fury, HMS Buckler und HMS Atum
  • 211 von 680 LACs (31%)


Folgen der Schlacht

Admiral Javier Giscard wurde für das Kreuz des Kongresses vorgeschlagen, lehnte es jedoch ab, da er seine Leistung nicht für ausreichend genug befand, verglichen mit Erfolgen wie die Vernichtung der Satellitenwerfte von Grendelsbane während Unternehmen Donnerkeil. Er akzeptierte indes den Dank des Kongresses.

Kriegsminister Theisman veranlasste die generelle Installation des Moriarty-Systems in allen havenitischen Systemen, um die Verteidigung zu verstärken und Einheiten für Frontverbände freizustellen.

Die Achte Flotte beendete Unternehmen Raupenfraß, wurde in den fogenden Monaten massiv verstärkt und mit neuen Systemen wie dem Apollo System ausgerüstet.

Die Analyse der Sensordaten ergab, dass zwei der drei Agammenon-Verluste durch Reaktorexplosion begründet waren. Dies führte zu der Vermutung, dass die strukturelle Schwächung der Panzerung des vorderen Reaktors durch die Ladebuchten der Schlüsselloch-I-Plattformen eine eklatante Schwachstelle bildete. Daraufhin wurde die Ausrüstung der Agamemnon Klasse mit Schlüsselloch eingestellt, um Untersuchungen durchzuführen und dieses Problem zu lösen. (HoS)