Royal Manticoran Navy

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RMN-ensign.jpg


Die Royal Manticoran Navy (RMN) ist die Raumflotte des Sternenkönigreichs von Manticore bzw. seit 1921 PD des Sternenimperiums von Manticore, sie gilt als eine der besten und kampferfahrensten Militärorganisationen der von Menschen besiedelten Galaxis.

Schiffe der RMN tragen meist das Prefix HMS (His/Her Majesty's Ship) vor dem Namen. Q-Schiffe tragen das Prefix HMAMC (His/Her Majesty's Armed Merchant Cruiser). LAC´s führen das Prefix HMLAC (His/Her Majesty's Light Attack Craft), Raumstationen das Prefix HMSS (His/Her Majesty's Space Station).


Aufgabe der RMN ist, gemäß "Naval Security and the Star Kingdom's Fundamental Interests," Office of the First Space Lord, 01-15-249 AL (Quelle: House of Steel):

  • 1. Die Verteidigung und Sicherung des Manticore Systems, seiner Planeten, seiner Bevölkerung und seiner industriellen Infrastruktur.
  • 2. Die Verteidigung und Sicherung des Manticoranischen Wurmlochknotens sowie der aus ihm resultierenden industriellen und wirtschaftlichen Basis.
  • 3. Die Verteidigung, Ausweitung und der Schutz des manticoranischen Handels und der Handelsmarine.
  • 4. (in Verbindung mit 3.) Die Durchsetzung der Cherwell Konvention und die Bekämpfung des interstellaren Gensklavenhandels.

Im Jahr 1922 PD sind Punkt 1, 3 und 4 auf sämtliche Systeme des Sternenimperiums von Manticore ausgeweitet.


Kommandostruktur

Das Oberkommando der RMN obliegt der Admiralität der Royal Manticoran Navy. Sie erteilt den Sektor- und Flottenkommandanten Befehle, die diese wiederum in ihrem Zuständigkeitsbereich umsetzen. Vor Ort reicht die Befehlskette vom Sektorkommandanten über die Geschwaderchefs hinunter bis auf die einzelnen Schiffe, auf denen der Kommandierende Offizier die Kommandogewalt besitzt. Innerhalb einer Flotte dient ein Schiff als Flottenflaggschiff, dessen Kommandant ist als "Flagcaptain" allen anderen Kapitänen der Flotte weisungsbefugt. Auf Geschwader- und Divisionsebene gilt die gleiche Regelung.


Organisation

Die manticoranische Navy war die meiste Zeit ihres Bestehens in zwei Flottendistrikte gegliedert: Manticore (Manticore A) und Gryphon (Manticore B). Der Flottendistrikt Manticore war und ist traditionell der Stationierungs- und Operationsraum der 1. Flotte, die als Home Fleet bezeichnet wird. Die 1. Flotte ist für den Schutz des Heimatsystems zuständig, stellt den größten Teil der leichten Einheiten, wie Kreuzer und Zerstörer, für den Konvoidienst zum Schutz des Handels und stellt Reserven für andere Verbände. Der Flottendistrikt Gryphon ist der Operationsraum der 2. Flotte, diese stellte lange Zeit das offensive Potential der RMN da. Mit der Annektion des Basilisk Systems wurden Überlegungen angestellt, einen dritten Flottendistrikt zu schaffen, diese Pläne wurden jedoch nicht mehr realisiert, als der Krieg gegen die Volksrepublik Haven ausbrach. Stattdessen wurden vor und während des Krieges Flottenstationen geschaffen, auf denen unabhängige Flotten und Verbände stationiert wurden.

Flotten werden in Kampfverbände unterteilt und diese werden aus Geschwadern gebildet. Ein Geschwader aus Großkampfschiffen hatte bis ca. 1915 PD 8 Schiffe und wurde in 4 Divisionen zu je 2 Schiffen unterteilt. Unter der Zwoten Janacek-Admiralität wurden die Geschwader der RMN jedoch auf 6 Schiffe reduziert und diese Reduktion wurde beibehalten. Geschwader aus kleineren Schiffen wie Leichten Kreuzern oder Zerstörern können bis zu 12 Schiffe stark sein und bestehen aus mehr als 4 bzw. größeren Divisionen. Bei Zerstörern und Kreuzern erfüllt das Geschwader mehr eine Verwaltungs- als eine Taktikfunktion, da diese Schiffstypen im Frieden selten als ganze Geschwader eingesetzt werden. Zur Unterscheidung spricht man hier auch von "Flottillen", um den Sonderstatus zu markieren.

Flottenstationen

  • Heimatsystem:
    • Manticore Flotten Distrikt - Basis der Home Fleet
    • Gryphon Flotten Distrikt - Basis der Zwoten Flotte

Operationsverbände

Stärkenabschätzung

Die numerische Stärke der RMN ist unbeständig - eine Folge der Kampfhandlungen gegen Haven. Vor 1850 PD bestand die RMN nur aus leichten bis mittelschweren Einheiten mit dem taktischen Schwerpunkt auf Schlachtkreuzern sowie einigen veralteten Schlachtschiffen und drei Superdreadnoughts. Ihre zahlenmäßige Stärke stieg durch das Flottenbauprogramm von 1850 bis 1914 PD stark und permanent an, um dann durch eine Reihe von Fehlentscheidungen wieder abzunehmen. 1919 PD folgte ein massiver Einbruch durch Unternehmen Donnerkeil, danach ein kontinuierlicher Anstieg bis zur Ersten Schlacht von Manticore, in der die RMN erneut schwere Verluste erlitt.

Im Jahr 1922 PD verfügt die RMN allein über einen Schlachtwall von etwa 400 Podnoughts, hinzu kommt eine unbestimmte, aber ständig abnehmende Anzahl konventioneller Wallschiffe (< 100), mehrere Geschwader LAC-Träger und eine Vielzahl leichterer Einheiten.

Aufgrund der mehr als 20 Jahre andauernden Kämpfe sind die Geschwader der RMN zudem zu einem Großteil "up-to-date" und es existieren kaum größere Mengen veralteter Schiffe. Aus technologischer Sicht ist die RMN zusammen mit der alliierten Grayson Space Navy die führende Raummarine des Honorverse.


Uniformen

Die Uniform der RMN ist Schwarz auf Schwarz mit Gold. Sowohl Unteroffiziere, als auch Offiziere tragen unterhalb der linken Schulter am Oberarm ein schwarzes Abzeichen, auf dem mit goldenen Buchstaben im nach unten geöffneten Halbbogen der Name des Schiffes (z.B. HMS. Fearless) und innerhalb des Bogens die Nummer des Schiffes aufgestickt ist (z.B. CL-56). Auf der anderen Seite befindet sich das Gold-Rote Abzeichen der RMN.

Bis auf den kommandierenden Offizier eines Schiffes tragen alle Besatzungsmitglieder ein schwarzes Barett, das zur rechten Seite geneigt getragen wird (wie im Jahr 2000 CE beim Deutschen Heer auf Alterde) und auf linken vorderen Seite ein Abzeichen mit der goldenen königlichen Krone und den Symbolen von Manticore, Sphinx und Gryphon trägt. Das Barett eines aktiven Schiffskommandanten ist weiß, um seinen besonderen Status als Befehlshaber des Schiffes zu unterstreichen. Flaggoffiziere tragen ebenfalls schwarze Baretts, mit Ausnahme des Flaggoffiziers, der gegenwärtig das Kommando über HMS Unconquered innehat - er trägt ein weißes Barett wie die Schiffskommandanten.

Die Ausgehuniform der RMN unterscheidet sich von der Dienstuniform dahingehend, dass hochwertigere Materialien genutzt werden, mehr Wert auf Aussehen statt Praktikabilität gelegt und die beiden Seiten der Hose von einem goldenen von oben nach unten verlaufenden Band geziert werden. Zur Ehrenuniform der RMN zählt zudem ein zeremonieller Säbel.

Offiziere

Uniform und Skinsuit eines RMN-Flottenadmirals
Uniform und Skinsuit eines RMN-Unteroffiziers (Senior Chief Petty Officer)

Die normale Uniform eines Offiziers besteht aus einer schwarzen Hose und einem schwarzen Jackett mit einem weißen Hemd darunter.

Die Rangabzeichen werden am Kragen getragen, hinzu kommen orange-rote Schulterstücke mit dem Rang entsprechenden Streifen, ebenso werden Dienstgradabzeichen (Tressen) an den Ärmelaufschlägen getragen. Die Breite der Tressen ist unterschiedlich - es gibt "halbe" (1cm breit) und "normale" Tressen (2cm breit) für die Kennzeichnung der niederen und mittleren Ränge (Ensign bis Captain SG) sowie "volle" Tressen (3,8cm breit) für die Kennzeichnung von Flaggoffiziersrängen (Commodore aufwärts).


Auf der linken Brust werden die Bandschnallen verliehener Orden (im Militärjargon der "Obstsalat") getragen, direkt darüber befinden sich bei Offizieren, die mindestens ein Raumschiff kommandiert haben, gestickte goldene Sterne, die die Zahl der kommandierten Raumschiffe anzeigen. Jeder Stern entspricht einem Kommando.

Unteroffiziere und Mannschaften

Die Uniform der Unteroffiziere un Mannschaften unterscheidet sich von der der Offiziere dahingehend, dass sie lediglich aus einem schlichten schwarzen Overall besteht und die Rangabzeichen in Form von Winkeln am linken Oberarm getragen werden. Auf der linken Brust befindet sich ein Namensschild. Die Rangabzeichen von Unteroffizieren sind farblich umrandet, die Farbe differiert je nach Dienstabteilung. Die Spezialisierung des Soldaten (Raketentechniker, Elektroniker, etc.) wird durch ein Abzeichen auf dem rechten Oberarm angegeben, darunter befinden sich zusätzlich Streifen, die die Dienstzeit anzeigen. Ein Streifen entspricht dabei drei manticoranischen Jahren, also 5 Standard-T-Jahren.

Ränge

Siehe Dienstränge der RMN


Besonderheiten

Die RMN legt Wert auf dezentrale Kommandostrukturen und Eigeninitiative ihrer Kommandanten. Die Admiralität gibt lediglich die strategischen Ziele und Operationsregeln vor, die Umsetzung überläßt sie den Sektorkommandanten und Flottenbefehlshabern. Manticoranische Kommandanten sind dafür bekannt, eigenständig zu handeln und die Initiative zu ergreifen.


Fakten

Die RMN folgt der Saganami-Tradition - Ehre, Mut und Opferbereitschaft. Kommandanten der RMN zögern nicht, falls erforderlich mit ihrem gesamten Kommando unterzugehen, wenn es den Erfolg der Mission rechtfertigt. Gleichzeitig wird aber von den Kommandanten verlangt, dass sie eine Bewertung der Lage treffen und sich gegebenenfalls zurückziehen, wenn ein Opfergang nichts bringen würde.

Das Kommando über ein Geschwader oder eine Station obliegt immer dem höchstrangigen und in seinem Rang dienstältesten anwesenden Offizier. Fällt er aus, geht die Kommandogewalt an den "nächstniedrigeren" Offizier über. Dabei gilt das Motto "Die Flagge kommt und geht mit dem Kommandanten". So ist es üblich, dass beim Ausfall eines kommandierenden Flaggoffiziers und dem damit verbundenen Wechsel der Kommandogewalt auch das Flaggschiff wechselt.

Das bevorzugte Kriegsschiff der RMN war über lange Zeit der Schlachtkreuzer - er erfüllt am Besten die Kombination aus Feuerkraft und Beweglichkeit, die für die lange Zeit bevorzugten schnellen Schläge erforderlich ist. Erst die Bedrohung durch Haven verlagerte den Schwerpunkt auf Dreadnoughts und Superdreadnoughts, aber die Denkweise von Schlachtkreuzerkommandanten ist noch immer Kern der Offiziersausbildung der RMN.

Die RMN verfügt über einen hohen Anteil an so genannten Mustangs - Offizieren, die sich ihr Patent über den harten Weg der Mannschafts- und Unteroffiziersränge verdient und nie auf der Flottenakademie studiert haben.


Raumschiffsklassen

Geordnet nach Indienststellungsreihenfolge von links nach rechts ("alt" -> "neu")

LAC-Träger Minotaur | Hydra | Chimera
Gondel-Superdreadnoughts Medusa | Invictus | Medusa-B
Superdreadnoughts Manticore | Samothrace | King William | Victory | Anduril | Sphinx | Gryphon
Dreadnoughts AdAstra | Royal Winton | Gladiator | Majestic | Bellerophon
Schlachtschiffe Thorsten
Große Schlachtkreuzer Nike
Gondel-Schlachtkreuzer Agamemnon
Schlachtkreuzer Triumph | Redoubtable | Homer | Reliant
Schwere Kreuzer Acherner | Warrior | Truncheon | Crusader | Prince Consort | Broadsword | Star Knight | Edward Saganami | Edward Saganami-B | Edward Saganami-C
Leichte Kreuzer Casey | Courageous | Apollo | Talisman | Illustrious | Valiant | Avalon | Kamerling
Zerstörer Salamander | Nobless | Falcon | Javelin | Havoc | Chanson | Culverin | Wolfhound | Roland
Fregatten Lightning
Leichte Angriffsboote Highlander | Trojan Horse | Shrike | Ferret | Shrike-B | Katana
Handelskreuzer (Q-Schiffe) Wayfarer
Minenleger Erebus
Truppentransporter Rorke's Drift
Werkstattschiffe Candice

Raumstationen

Raumforts JF-275
Mehrzweck-Raumstationen HMSS Hephaestus | HMSS Vulcan | HMSS Weyland

Einsätze

Namentlich erwähnte Schiffe der RMN

Siehe Schiffe der RMN