Mesanischer Krieg

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Als Mesanischer Krieg (diese Bezeichnung ist vorläufig) lassen sich alle Kampfhandlungen und Operationen bezeichnen, die ab ca. 1918 PD durch direkte Beeinflussung durch das Mesanische Alignment und zum Teil unter Beteiligung der Mesan Alignment Navy stattfanden.


Inhaltsverzeichnis

Vorspiel

Leonard Detweiler, der Gründer Mesas und Anführer der Separatisten von Beowulf, die sich geweigert hatten, die Bioethik-Konvention von Beowulf anzuerkennen und der auf Beowulf selbst mit seinen Plänen zur genetischen Optimierung der Menschheit gescheitert war, verfolgte auch nach dem Exodus nach Mesa weiterhin seinen Plan, die Menschheit durch gezielte genetische Verbesserungen zur Entfaltung ihres "wahren Potentials" zu bringen. Anders als der große Rest der Menschheit, der gezielte genetische Manipulationen am menschlichen Erbgut nach den Schrecken des Letzten Krieges von Alterde strikt ablehnte, glaubte Detweiler an eine dadurch mögliche goldene Zukunft. Diese Vision wurde zum Leitbild des von ihm gegründeten Mesanischen Alignment, das die wahre Macht hinter Mesa und dessen Firmen wie Manpower Incorporated darstellt und die Verwirklichung ebendieser Vision zum Ziel hat.

Es ist dabei unklar, ob Leonard Detweiler dabei von Anfang an plante, die Menschheit in genetische Kasten nach seinen eigenen Vorstellungen zu pressen, oder ob diese Sichtweise erst nach seinem Tod durch seine Erben entwickelt wurde. Jedenfalls verfolgt das Alignment im Jahr 1922 PD seit annähernd 600 Jahren einen Plan (Prometheus), der genau dies erreichen soll.

Das Alignment musste jedoch zunächst eine unangreifbare Machtbasis schaffen, bevor es die "Neuordnung" der Galaxis in Angriff nehmen konnte. Es war von Anfang an klar, das offene Gewalt vorerst nicht zum Ziel führen würde - die "Normalgeborenen" waren und sind zahlenmäßig um ein Vielfaches überlegen, politisch in Sternnationen mit überlegenen Streitkräften formiert und nach dem Letzten Krieg von Alterde neuerlichen Manipulationen am menschlichen Erbgut zwecks Schaffung einer Superrasse nach wie vor nicht sehr zugeneigt. Besonders Beowulf stellte von Anfang an einen unversöhnlichen Gegner und praktisch Todfeind dar, auch wenn es lange Zeit auf direkte Aktionen gegen Mesa verzichtete.

Zunächst unterwanderte das Alignment über Jahrhunderte sämtliche wichtigen Sternnationen mit unterschiedlichem Erfolg und installierte Netzwerke von willfährigen Helfern und Kollaborateuren, mit denen es praktisch in allen größeren politischen Entitäten hinter den Kulissen agieren konnte. Die größten Anstrengungen unternahm das Alignment in dieser Hinsicht dabei in der Solaren Liga - ihrem Hauptziel, da die Vernichtung der Liga als militärische und politische Macht zu einem vergesehenen Zeitpunkt eine unabdingbare Voraussetzung für den langfristigen mesanischen Erfolg war und ist. In den korrupten Bürokratien der Liga war der Erfolg dieser Infiltration überwältigend.

Gleichzeitig optimierte des Alignment die eigenen genetischen Linien und schuf im Geheimen die Superrasse, die in der schönen neuen Welt die Herrschaft übernehmen sollte. Mit Hilfe von Abkömmlingen dieser so genannten "Alpha-Linie" unterwanderte es die höchsten Kreise mehrerer Welten, die nach außen hin in völligem Gegensatz zu Mesa standen, in Wahrheit aber über Generationen hinweg langsam zu Gründerwelten des zukünftigen mesanischen Imperiums mutierten.

Da von vornherein feststand, dass der Umsturz nicht von selbst eintreten würde, begann das Alignment zudem mit der Entwicklung revolutionärer Technologien und dem Aufbau einer geheimen Navy - der Mesan Alignment Navy.


Verlauf

Frühe Phase bis 1905 PD

Etwa ab 1850 PD begann das Alignment mit größeren Aktionen im Bereich der Geheimdienste und "schwarzen Geschäfte". So wurde die alte Republik Haven zu Testzwecken unterwandert und durch massive Beeinflussung auf den Weg in ihrer Entwicklung zur "Volksrepublik Haven" gebracht. Ziel dieser Aktion war es, die Republik, die stets die Gensklaverei bekämpft sowie Beowulfs Position unterstützt hatte und unter anderem deshalb zu einem Vorbild für andere Welten geworden war, auf einen Weg zu bringen, der sie als Bedrohung der mesanischen Pläne neutralisierte, Haven diskreditiere, andere Welten in ihrem Umfeld ablenkte und an dessen Ende sie selbst kollabieren oder (zum passenden Zeitpunkt) auf Konfrontationskurs mit der Solaren Liga geraten musste. Durch den Erfolg dieser Aktion wurde Haven wie beabsichtigt außerhalb seines Territoriums effektiv als Bedrohung der mesanischen Aktivitäten ausgeschaltet und lenkte durch seine expansive Politik die umliegenden Sternnationen - vor allem das Sternenkönigreich von Manticore - von Mesa ab.

Die letztendliche Konfrontation zwischen Haven und Manticore, die in den beiden Havenkriegen mündete, kann somit eigentlich ebenfalls zu den Resultaten der mesanischen Aktivitäten gezählt werden.

1905 - 1915 PD

Die unerwartete Widerstandsfähigkeit und technische Überlegenheit Manticores stellte eine Störung in den mesanischen Plänen dar - die mesanischen Planer waren wohl davon ausgegangen, dass die Volksrepublik Manticore ausschalten und damit einen weiteren Feind Mesas neutralisieren würde. Stattdessen kämpfte Manticore nicht nur erfolgreich ums Überleben und deklassierte dabei sogar die Technik der Solaren Liga - also der Technik, auf die auch das Alignment Zugriff hatte - sondern schlug noch dazu so hart zurück, dass es die instabile politische Situation in der Volksrepublik schwer ins Wanken brachte.

So lange Haven und Manticore sich gegenseitig bekämpften und damit keine Gefahr für das Alignment und dessen Pläne darstellten, konzentrierte dieses sich auf die Konsolidierung seiner Positionen und die Fortsetzung seiner Planungen und Vorbereitungen. Zugleich sorgte es dafür, dass der Konflikt sich möglichst in die Länge zog - im Idealfall stünde am Ende die Vernichtung einer der beiden Parteien oder als Jackpot sogar der Untergang beider Nationen. Der Plan wurde allerdings um eine weitere Komponente erweitert: Die Beschaffung aktueller manticoranischer Technik.

1915 - 1920 PD

Der Waffenstillstand zwischen Haven und Manticore 1915 PD stellte das Alignment vor ein Problem: Nicht nur war nach dem Sturz des Komitees für Öffentliche Sicherheit die alte - und somit gefährliche - Republik Haven wiederauferstanden, sondern sollte der Krieg tatsächlich enden, so wären die beiden größten (und mittlerweile definitiv gefährlichsten) Gegner Mesas plötzlich nicht mehr abgelenkt und würden zudem über große Raumstreitkräfte verfügen, die ohne Beschäftigung wären. Daher konzentrierte sich das Alignment nun darauf, die Friedensverhandlungen zum Scheitern zu bringen. Weiterhin wurde versucht, die Manticoranische Allianz zu destabilisieren und vor allem die Republik Erewhon aus dieser herauszubrechen [1]. Das Auftauchen des Königreichs von Torch, einer von Sklaven gegründeten Sternnation, stellte für das Alignment einen Rückschlag dar - ausgerechnet die von Manpower designten "Untermenschen" hatten nun eine permanente Basis, von der aus die Royal Torch Navy und der Audubon Ballroom operieren konnten und die zudem von Manticore, Haven und der Solaren Liga unterstützt wurden.

1918 PD gelang es dem Alignment über seine "Werkzeuge", die Friedensverhandlungen zwischen Manticore und Haven scheitern zu lassen. Im Anschluss wurden alle nötigen Schritte unternommen, um weitere Verhandlungen im Keim zu ersticken (siehe Attentat von Torch).

1918 - Gegenwart

Das Erscheinen Manticores im Talbott Sternhaufen bedeutete eine weitere unerfreuliche Überraschung für das Alignment. Dies bedeutete, dass die Royal Manticoran Navy mit ihren Basen auf knapp 300 Lichtjahre an Mesa heranrückte - in Begriffen der modernen interstellaren Kriegsführung praktisch Schlagdistanz. Zudem war die Beschaffung manticoranischer Technik bislang gescheitert und die offiziellen Streitkräfte Mesas und auch die geheime MAN der RMN weit unterlegen.

Infolge dessen begann das Alignment mit geheimen Operationen, die Manticore aus dem Cluster vertreiben sollten - darunter die Unterstützung von terroristischen Widerstandsgruppen im Cluster (siehe Freiheitsallianz Kornati), die Manipulation von Offizieren der solarischen Grenzsicherheit und die heimliche Aufrüstung von Stellvertreternationen wie der Republik Monica [2].

Als sämtliche Unternehmungen jedoch scheiterten, änderte das Alignment seine Vorgehensweise: Da die Vorbereitungen für die "aktive" Phase des Plans abgeschlossen waren oder sich im finalen Stadium befanden, manipulierte das Alignment die korrupten Bürokraten der Liga und mehrere hohe Flaggoffiziere der Solaren Navy, indem es ein "Bedrohungsszenario" konstruierte, in dem Manticore eine Bedrohung für die Sicherheit der solaren Grenzwelten und unabhängige Sternnationen darstellte. Die Grenzsicherheit erhielt offizielle Beschwerden der Republik New Tuscany, danach benötigte es nur noch einer Reihe von sorgfältig geplanten Zwischenfällen [3] und das Ziel war erreicht: Die Solare Navy befand sich auf Kollisionskurs mit der RMN und Manticore selbst. Manticore geriet damit in eine langfristig unhaltbare Position zwischen Haven auf der einen und der Solaren Liga auf der anderen Seite.

Dabei plante das Alignment horrende Verluste der SLN von Anfang an ein - diese Verluste, die den Nimbus von der Unbesiegbarkeit der Solaren Navy zerschmettern würden, zusammen mit sorgfältig arrangierten "Aufständen" auf mehreren Protektoratswelten, sollten die Liga in eine Existenzkrise stürzen und letztendlich vernichten.

Um Manticore nach der Ersten Schlacht von Manticore weiter zu schwächen und sicher zu stellen, dass die Solare Navy am Ende über das Sternenimperium triumphieren würde, startete die MAN 1921 PD ihren ersten größeren Einsatz, die im Februar 1922 PD abgeschlossene Operation Oyster Bay - mit durchschlagendem Erfolg.

Ein Angriff von Söldnerschiffen[4] 1921 PD auf Torch, der ebenfalls die temporäre Schwäche Manticores und Havens nach der Schlacht von Manticore ausnutzen und den Planeten praktisch vernichten sollte - unter bewusster Missachtung des Eridianus Erlasses - scheiterte indes in der Schlacht von Torch durch das unerwartete Eingreifen des solarischen Maya Sektor Kommandos.

1922 PD scheiterte ein - ebenfalls durch mesanische Manipulation ausgelöster - Angriff der SLN auf das Manticore System in der Zwoten Schlacht von Manticore, womit der offizielle Kriegszustand zwischen der Liga und dem Sternenimperium und seinen Verbündeten praktisch festgestellt wurde.

Gegenwärtiger Stand

Der Mesanische Krieg befindet sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt erst am Anfang der "heißen Phase" und alles scheint nach den Plänen des Alignments zu laufen - die Liga und das Sternenimperium von Manticore befinden sich de facto im Krieg und die Hauptwerften der RMN und GSN mit ihren Produktionsanlagen sind vernichtet...

... wäre da nicht das kleine Problem, dass sowohl Haven als auch Manticore, Grayson und Potsdam von den mesanischen Plänen erfahren und sich infolgedessen in der Großen Allianz verbündet haben, wodurch nun die Republikanische Navy von Haven Seite an Seite mit der Royal Manticoran Navy, der Grayson Space Navy und (inoffiziell) der Kaiserlich-Andermanischen Weltraumflotte steht. Damit stehen die vier kampfstärksten und kampferfahrensten Raumflotten der bekannten Galaxis den Alignmentplänen im Weg. Und um alles noch schlimmer zu machen hat der solarische Angriff auf das Manticore-System zudem Beowulf endgültig in Opposition zur offiziellen Ligapolitik gebracht, zudem hat das Sternenimperium sofort Beowulf über die wahren Abläufe informiert. Und Beowulf ist allen Anfeindungen durch die Ligabürokratie zum Trotz weiterhin eine der wichtigsten, richtungsgebenden Welten. (HH13)

Unternehmungen und Schlachten

Referenzen

  1. siehe Schlacht von Tiberian und Congo Krise
  2. siehe Schlacht von Monica
  3. siehe New Tuscany Zwischenfall, Zweite Schlacht von New Tuscany und Schlacht von Spindle
  4. siehe Exil-Volksflotte