Solarisch-Manticoranischer Krieg

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Der Solarisch-Manticoranische Krieg ist ein unerklärter Krieg zwischen der Solaren Liga und dem Sternenimperium von Manticore, der 1921 P.D. begann und zum gegenwärtigen Stand der Ereignisse noch nicht beendet ist.


Inhaltsverzeichnis

Vorgeschichte

Der Krieg wurde vom Mesanischen Alignment in voller Absicht als Reaktion auf die Expansion Manticores in den Talbott Sternhaufen provoziert. Gleichzeitig plante das Alignment, die Solare Liga über diesen Konflikt zu zerstören und damit die finale Phase des jahrhundertealten Plans zur Erschaffung einer neuen Ordnung im von Menschen besiedelten Raum einzuleiten. Das Alignment stütze sich dabei in der Anfangsphase auf Helfershelfer wie die Republik Monica und die Republik New Tuscany.

Siehe hierzu Schlacht von Monica, New Tuscany Zwischenfall, Mesanischer Krieg


Kriegsverlauf

Der Krieg begann mit dem New Tuscany Zwischenfall, bei dem drei manticoranische Zerstörer ohne Vorwarnung von solarischen Schlachtkreuzern zerstört wurden, nachdem die lokale Raumstation über New Tuscany von einer vom Alignment platzierten Atombombe zerstört worden war. Als Reaktion auf diesen warnunglosen (und unbegründeten) Angriff marschierte die manticoranische Zehnte Flotte nach New Tuscany, wo sie das solarische Flaggschiff zerstörte, nachdem der kommandierende solarische Admiral sich geweigert hatte, zu kapitulieren und stattdessen einen agressiven Ausbruchsversuch unternommen hatte. Als Reaktion auf die Zerstörung von SLNS Jean Bart attackierte SLN-Schlachtflottenadmiral Sandra Crandall mit der solarischen Task Force 496 das Spindle System, wurde dort aber von der Zehnten Flotte vernichtend geschlagen.

Siehe hierzu Zweite Schlacht von New Tuscany, Schlacht von Spindle


Nach diesen beiden Niederlagen, die die "Mandarine" und das solarische Oberkommando so nicht stehen lassen konnten, plante die SLN im Geheimen einen direkten Angriff auf das Manticore System, für den Task Force 891 abgestellt wurde, welche sich - ebenfalls aufgrund mesanischer Manipulation - in "günstiger Ausgangsposition" befand. Dieser Verband unter dem Kommando von Flottenadmiral Massimo Filareta wurde, mit weiteren Wallschiffen verstärkt und mit (mesanischen) Raketengondeln ausgestattet, in 11. Flotte umbenannt und mit der Operation "Wütende Gerechtigkeit" beauftragt.

Nachdem alle diplomatischen Initiativen Manticores bei den wahren Nachthabern der Liga auf taube Ohren stießen und das Sternenimperium immer stärker als "agressiver Expansionist" dargestellt wurde, aktivierte die manticoranische Admiraliät den "Fall Laocoon" und die damit verbundene Operation Laocoon: Die zuerst aktivierte Phase Eins bedeutete den vollständigen Rückzug der gesamten Royal Manticoran Merchant Marine aus dem solarischen Raum, auch unter Einsatz militärischer Kräfte, mit denen zeitweise Wurmlochbrücken unter Gewaltandrohung geöffnet und manticoranische Handelsschiffe gegen solarische Einheiten geschützt wurden. Dieser Rückzug stellte einen massiven Schlag für die Wirtschaft der Liga dar, da die RMMN in praktisch jede Transportroute und -bewegung irgendwo involviert war und die Liga selbst die entstehende Lücke nicht mit eigenen Schiffen schließen konnte. Da die Öffentlichkeit der Liga über die wahren Sachverhalte nicht informiert war, konnten die Mandarine dies als weitere Agression Manticores gegen die Liga darstellen. Mit der Aktivierung von Phase 2 begann die RMN mit der Besetzung und Sperrung aller erreichbaren Wurmlochbrücken und Knoten für jeglichen solarischen Schiffsverkehr mit Ausnahme von Kurierbooten und Schiffen der solarischen Nachrichtenagenturen. Damit wurde das ohnehin schon strapazierte Transportnetzwerk innerhalb der Liga praktisch zerschlagen.

Unternehmen "Wütende Gerechtigkeit" scheiterte kurz darauf katastrophal in der Zwoten Schlacht von Manticore. Die als nächster Schritt vorgesehene Entsendung von 600 solarischen Superdreadnoughts mit kompletter Abschirmung wurde ausgesetzt. Stattdessen plant die SLN jetzt einen Angriff gegen Beowulf, welches zwischenzeitlich angekündigt hatte, ein Referendum über seinen Austritt aus der Solaren Liga durchführen zu wollen - zum anderen soll von den Verbänden der Grenzflotte ein Handelskrieg gegen Manticore geführt werden. Letzterer Vorschlag stammt von Captain Caswell Gweon, dem Leiter des Büros für ökonomische Analysen des solarischen ONI - welcher gleichzeitig insgeheim Agent des Mesanischen Alignments ist.


Politische Konsequenzen

Der Einsatz massiver militärischer Mittel gegen das Sternenimperium ohne vorherige Kriegserklärung durch das solarische Parlament stellt eine Verletzung der solarischen Verfassung dar und die politischen Folgen bei Bekanntwerden dürften als schwerwiegend eingestuft werden.


Strategien

Solarische Strategie

Die solarische Strategie war zu Beginn einfach, primitiv, basierte auf den veralteten Doktrinen sowie der zahlenmäßigen Überlegenheit und der schon institutionell zu nennenden Arroganz der SLN und war dem Zeitalter moderner, gondelgestützer Raketengefechte in keiner Weise angemessen.

Die SLN plante, in phantasielosem Vertrauen auf ihre numerische und ihre nicht mehr existente technische Überlegenheit sowie in völliger Missachtung der letzten Entwicklungen, das Sternenimperium durch Frontalangriffe mit Wellen von Superdreadnoughts einfach zu überrollen. Ziel der Angriffe waren dabei die Hauptsysteme der einzelnen Quadranten des Sternenimperiums - Spindle im Talbott Quadranten und Manticore als imperiale Hauptwelt selbst. Das Oberkommando der SLN rechnete damit, dass das Sternenimperium nach den schweren Verlusten durch Operation Oyster Bay höchstens die erste Angriffswelle abwehren könnte und spätestens vor der zwoten Welle mangels Munition die Waffen strecken müsste. Danach war die Besetzung des Sternenimperiums und die Umwandlung in ein solarisches Protektorat geplant.

Eine eigene Niederlage war in der solarischen Strategie selbstverständlich nicht eingeplant, ebensowenig die Verluste, die die technisch und taktisch völlig deklassierten SLN-Verbände bei dieser Strategie zwangsläufig erleiden würden.

Nach der verheerenden Niederlage in der Zwoten Schlacht von Manticore musste die SLN einsehen, dass ihr multibillionentonnenschwerer Schlachtwall sich durch die Versäumnisse der letzten 20 Jahre in Multibillionentonnen wertloser Schrott verwandelt hatte. Anstelle der massiven Frontalangriffe tritt nun eine Strategie der Nadelstiche, bei denen manticoranische Positionen im solarischen Raum mit Schlachtkreuzergeschwadern angegrifffen werden sollen. Dabei päferiert die SLN den Schlachtkereuzer, weil diese gegen die Flotten der Großen Allianz die gleichen Überlebenschancen haebn wie ein solarischer Superdreadnought - keine. Dafür sind sie schneller, benötigen weniger Personal und sind zahlreicher verfügbar. Man hofft, so ein gewisses Maß an Initiative zu zeigen.


Manticoranische Strategie

Die manticoranische Strategie trägt der numerischen Unterlegenheit der RMN sowie den langfristigen Folgen Rechnung und ist wesentlich vielschichtiger als die solarische Strategie. Admiral Honor Harrington formulierte diese Strategie 1921 P.D. vor der Königin und deren engsten Beratern. Die manticoranische Strategie umfasst demnach

  • den Rückzug aller manticoranischen Handelsschiffe aus dem Ligaraum, was der solarischen Wirtschaft durch die Dominanz der RMMN im Transportgeschäft schwere finazielle Verluste einbringen wird und die Ligawelten auf Jahre teilweise voneinander isoliert.
  • die Eroberung und Blockade aller erreichbaren Wurmlochknoten und deren Termini im Gebiet der Solaren Liga, um den verbleibenden solarischen Handel zum Erliegen zu bringen
  • Tiefraumschläge gegen solarische Werften, R&D-Zentren sowie inaktive solarische Flottenverbände, um die numerische Überlegenheit der SLN sowie deren Fähigkeit, Neubauten und Neuentwicklungen zu fertigen, schnellstmöglich zu neutralisieren.
  • Die systematische Vernichtung aller aktiven SLN-Flottenverbände - und wenn nötig auch deren Personal.
  • Die Vernichtung der moderneren bzw. größeren Systemverteidigungsflotten einzelner Mitgliedswelten der Liga.
  • Die Unterstützung von Sezessionsbewegungen innerhalb der Solaren Liga.

Der manticoranischen Führung ist dabei bewusst, dass der Krieg entweder mit der Vernichtung des Sternenimperiums oder dem Untergang der Solaren Liga enden MUSS. Die Liga ist zu groß und zu mächtig, ihre bürokratischen und wirtschaftlichen Eliten zu korrupt und vor allem zu arrogant und überheblich, um im Falle einer Niederlage nicht auf Vergeltung aus zu sein. Somit kann das Sternenimperium nur dann langfristig überleben, wenn die Liga zerschlagen und durch Nachfolgestaaten ersetzt wird, die einzeln nicht stark genug sind, um das Sternenimperium zu bedrohen. Langfristig trachtet das Sternenimperium dabei danach, sich so viele dieser Nachfolgestaaten wie möglich zu Freunden zu machen, um so Alliierte zu gewinnen.


Die Rolle Beowulfs

Beowulf ist - obwohl selbst Mitglied der Solaren Liga - einer der größten politischen Verbündeten Manticores in diesem Krieg. Beowulf unterstützt die manticoranische Position in der Vollversammlung der Liga, informierte Manticore über die Task Force 891 und ist permanent verantwortlich für die Sicherheit des Sigma-Draconis-Terminus des Manticoranischen Wurmlochknotens. Die Beowulf System-Defense Force pflegt engste Kontakte zur Royal Manticoran Navy und ist über alle aktuellen technischen Entwicklungen Manticores vollständig informiert und besitzt Zugriff auf die Daten. Nach der Zweiten Schlacht von Manticore ist Beowulf im Geheimen offizielles Mitglied der Großen Allianz.


Parallele Ereignisse

Mit dem mesanischen Angriff auf das Manticore-System und Jelzins Stern (Operation Oyster Bay) wurde den Regierungen Manticores, Graysons und Havens bewusst, dass im Hintergrund ein unbekannter und gefährlicher Gegner operiert, der diesen Krieg bewusst provoziert hat. In Folge dessen beendeten Haven und Manticore den Zwoten Havenkrieg und schlossen im Jahr 1922 P.D. ein militärisches Bündnis gegen die Solare Liga, das 1922 PD als Große Allianz bekannt ist. (HH13)


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