Raketengondel

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Inhaltsverzeichnis

Funktionsprinzip

Eine Raketengondel ist eine extern mitgeführte Drohne, die eine bestimmte Anzahl einschüssiger schwerer Raketenwerfer enthält und dem Feuerleitsystem des schleppenden Schiffes unterworfen ist. Entwickelt wurde die Raketengondel, um Schiffen schwerere Eröffnungssalven zu ermöglichen, als das mit den Bordraketenwerfern allein möglich ist und die die Abwehrsysteme des Gegners überlasten.

Die Anzahl von Raketen, die in einer Gondel mitgeführt werden, ist abhängig von der Größe der Gondel und der Raketen. Die manticoranische Standardgondel des Jahres 1922 P.D. für Großkampfschiffe trägt 10 Raketen vom Typ Mk23, die havenitische Version trägt sogar 16 Flugkörper, um die technische Unterlegenheit auszugleichen (HH7). Kommt die kleinere manticoranische Mk16-Kreuzerrakete zum Einsatz, können die manticoranischen Gondeln 14 Raketen tragen.


Ausmusterung

Die Raketengondel wurde nutzlos, als Bordraketenwerfer mit internen Massetreibern ausgerüstet wurden, die den gestarteten Raketen einen hohen Ausgangsimpuls verleihen. Diese neuen Werfer konnten in Gondeln nicht eingebaut werden und damit hätte sich die Salve durch die unterschiedliche Ausgangsgeschwindigkeit aufgespalten, was den beabsichtigten Überlastungseffekt neutralisiert.

Entweder startete man also die Bordraketen mit niedrigerer Geschwindigkeit, was dem Gegner zusätzliche Reaktionszeit gibt, oder man verzichtete auf Raketengondeln. Für mehr als 80 Jahre entschied man sich für Letzteres.


Renaissance

Erst im Rahmen der Bemühungen der manticoranischen Kommission für Waffenentwicklung, den Kampfwert der noch verbliebenen leichten Angriffsboote(LACs) zu erhöhen, wurden Raketenwerfer entwickelt, die trotz Massetreiber klein genug für den Einsatz in LACs und Raketengondeln waren - ein eigentlich unbeabsichtigter Nebeneffekt, da die Werfer nicht für den Einsatz in als überholt angesehenen Gondeln vorgesehen waren.

Raketengondeln können durch diese Werfer nun Raketen abfeuern, die die gleiche Ausgangsgeschwindigkeit wie die der Bordwerfer besitzen und dabei sogar noch leistungsfähiger und zerstörerischer als die Bordraketen sind. Mit Gondeln können auch kleine Schiffe Raketen abfeuern, die die Bordraketen von Superdreadnoughts übertreffen.

Somit konnte das Konzept der überschweren Eröffnungsalve wieder angewandt werden, wobei zunächst an den Einsatz durch Raumforts gedacht wurde. Erstmals eingesetzt wurden die neuen Gondeln von mobilen Kampfschiffen durch das Schlachtkreuzergeschwader 5 der RMN in der ersten Schlacht von Hancock Station.

Ein weiterer Vorteil der Raketengondeln ist, das die Raketen hinter dem Raumschiff gestartet werden und dadurch die Impellerkeile nicht die in den Breitseiten der Raumschiffe eingebauten Sensoren stören. Dies steigert die Effektivität der Raketenabwehr.

Der Nutzen von Raketengondeln blieb jedoch auf die Eröffnungssalve des Raketengefechts beschränkt, da Raketengondeln ungepanzert sind und somit durch Naheinschläge feindlicher Gefechtsköpfe fast zwangsläufig zerstört werden. Es galt also der Grundsatz "Nutze sie oder verliere sie".


Weiterentwicklung

Erst durch die Entwicklung von Gondellegern - Schiffen mit internem, also gegen Naheinschläge geschütztem Gondellager - konnte dieser Nachteil neutralisiert werden. Das Prinzip des Gondellegers und des gondelbasierten Raketengefechts erwiesen sich als so erfolgreich, dass moderne gondellegende Wallschiffe teilweise gar keine Breitseitenwerfer mehr besitzen, sondern die gesamte Raketenbewaffnung in Gondeln mitführen, während die Breitseiten mit Energiewaffen und Abwehrsystemen bestückt werden.

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