Mesa
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Mesa ist eine Ein-System-Nation auf dem gleichnamigen Planeten am südwestlichen Rand der Solaren Liga und gilt als Inbegriff für Gensklaverei, kriminelle Konzerne, Amoralität und Korruption.
Geographie
Der Planet Mesa ist der bewohnte Planet im gleichnamigen Mesa System. Das System liegt tief an der südwestlichen Grenze des von Menschen besiedelten Raumgebietes (im sogenannten "Rand"), und ist politisch unabhängig (allerdings ökonomisch eng mit der Solaren Liga verzahnt). Der Talbott Sternhaufen liegt 300 Lichtjahre entfernt nördlich des Systems.
Der Planet Mesa ist auf den ersten Blick ein Alterden-Zwilling und kreist wie die Mutterwelt der Menschheit um einen G2-Stern. Sein Bahnradius ist allerdings mit 149,3 Millionen Kilometern Radius um über 40 Lichtsekunden geringer, die Achsneigung beträgt nur 9 statt 23,5 Grad und Mesa besitzt wesentlich mehr Landfläche. Die größere Nähe zum Stern neutralisiert die durch die größere Landmasse eigentlich hervorgerufenen Wetterextreme, stattdessen ist die Durchschnittstemperatur Mesas höher und die jahreszeitlichen Änderungen geringer als die von Alterde. Zusammengefasst ist Mesa klimatisch wesentlich angenehmer als die Erde.
Die Hauptstadt des Planeten, Mendel, liegt auf einem Tafelberg [1]in der Mitte des größten Kontinents an dem Ort, an dem die ersten Siedler landeten. Durch die große Höhe und damit geringere Durchschnittstemperatur wirkt sich hier das Kontinentalklima Mesas ungehindert aus und das Hautstadtwetter gilt - im Vergleich mit dem Rest des Planeten - allgemein als grauenhaft.
Geschichte
Mesa wurde in der zweiten Hälfte des 15.Jahrhunderts P.D. von einer Gruppe abtrünniger Beowulfianer um Leonard Detweiler gegründet. Diese Gruppe lehnte die Bioethik-Konvention von Beowulf ab, da diese die genetische "Verbesserung" von Menschen strikt untersagt. Während Mesa sich nach außen hin den Anschein einer gewählten Regierung gibt, wird der Planet in Wahrheit von seinen großen interstellaren Konzernen kontrolliert, von denen der berüchtigste Manpower Incorporated ist.
Politik
Politisches System
Mesa unterhält nach außen den Anschein, es stünde unter Kontrolle einer gewählten Regierung, dem Strategischen Rat - in Wahrheit wird die Regierung wiederum von den mesanischen Großkonzernen kontrolliert, von denen Manpower Incorporated wiederum der stärkste ist und im Geheimen noch mehrere andere, offiziell selbstständige Konzerne kontrolliert. Die wahren Strippenzieher sitzen im Mesanischen Alignment, die wiederum Manpower kontrollieren und in praktisch jedem Konzern Mesas verdeckte Marionetten installiert haben. (HH12/1)
Regierungen
Über die mesanischen Fassadenregierungen ist nichts bekannt.
Innenpolitik
Über die mesanische Innenpolitik ist nichts bekannt.
Außenpolitik
Mesa betreibt eine Politik des "Nicht auf dem Radar" erscheinen. Die mesanischen Großkonzerne sind sich darüber im Klaren, dass sie ihren Geschäften nur dann ungestört nachgehen können, wenn die offiziellen Stellen der Liga und anderer Sternnationen sie entweder nicht zur Kenntnis nehmen, über mesanische Aktivitäten hinwegsehen können oder gleich auf Mesas Gehaltsliste stehen. Außerdem sind sie sich der Gefahr bewußt, die dann entstehen kann, wenn die offiziellen Stellen der Liga aus welchem Grund auch immer plötzlich anfangen würden, die Cherwell Konvention durchzusetzen. Somit umfasst die mesanische Außenpolitik hauptsächlich diskrete "Interessenvertretung" in der solaren Liga. Mesa unterhält außerdem Kontakte zu einigen Nationen außerhalb der Liga, zum Beispiel die Republik Monica. Mesas Spionagenetze sind in der gesamten Galaxis tätig, da das Überleben des Planeten davon abhängt, "Unmutsbekundungen" frühzeitig zu erkennen und zu neutralisieren.
Aufgrund dieser Interessen und verdeckten Vorgehensweise sind sowohl die politischen als auch militärischen Strukturen der Solaren Liga tiefgehend von mesanischen Agenten und Lobbyisten durchdrungen. Auch in vielen anderen Sternnationen der Randzone operieren mesanische Agenten.
Mesa gilt auf der Ligawelt Beowulf als absoluter Todfeind und Beowulf operiert innerhalb und außerhalb der Liga in einem geheimen Krieg gegen mesanische Einrichtungen und Aktivitäten. Zudem steht Mesa sowohl im Sternenkönigreich von Manticore als auch in Haven auf der Abschussliste ganz oben. Beide Nationen gehen massiv gegen jede mesanische Aktivität in ihren Territorium vor und operieren auch außerhalb ihres eigenen Gebiets gegen mesanische Aktivitäten. Die Jagd auf Sklavenschiffe und die allgemeine Bekämpfung des Gensklavenhandels sind dabei die sichtbarsten Aktionen. Das Anderman Reich kümmert sich zwar nicht um mesanische Aktivtäten in fremdem Territorium, geht aber in seinem eigenen Territorium und seiner Interessenspähre sofort gegen alle ausgemachten mesanischen Aktivitäten vor.
Damit stellen diese drei Nationen die größte Bedrohung für Mesa außerhalb der Liga dar und sind somit Ziel zahlreicher subversiver Operationen, die das Ziel haben, diese Bedrohungen zu neutralisieren. (HH12, COS2, SAG1/1, SAG1/2)
Seit 1920 PD sieht sich Mesa zudem einer offenen Kriegserklärung seitens des Königreichs von Torch gegenüber - die Royal Torch Navy operiert im Umfeld des Congo Systems gegen mesanische Sklavenhändler und die Royal Torch Army führt Kommandounternehmen gegen mesanische Niederlassungen durch. Zudem operiert der - nun offiziell zum Torcher Militär gehörende - Aubudon Ballroom von Torch aus in der gesamten bekannten Galaxis gegen Mesa. (COS1, COS2)
Gesellschaft
Die mesanische Gesellschaft ist stark hierarchisch segmentiert. Insgesamt lassen sich drei Klassen identifizieren:
Die Elite stellen die so genannten "Freigeborenen" dar, die aus Abkömmlingen der Alpha- bis Gamma-Linien bestehen. Sie stellen etwa 30 Prozent der planetaren Bevölkerung, kontrollieren die Politik und die Wirtschaft des Planeten und besetzen alle wichtigen Positionen. Freigeborene genießen ein hohes Maß an persönlicher Freiheit und ihre Rechte werden von Aktivitäten der planetaren Regierung praktisch nicht beeinflusst, allerdings wird die Zeugung von Nachwuchs streng kontrolliert, um "unerwünschte Entwicklungen" zu vermeiden.
Neben dieser Elite existiert zudem eine Klasse von "Bürgern Zwoter Klasse", den "Seccies", die sich aus den Nachkommen freigelassener Sklaven bildet und etwa 10 Prozent der planetaren Bevölkerung umfassen. Sie beitzen nur eingeschränkte Rechte, der Aufstieg in viele Bereiche der mesanischen Gesellschaft und der Zugang zu "ehrbarer Arbeit" und höherer Bildung ist ihnen verwehrt. Seccies stellen üblicherweise Dienstleistungen für die Gensklavenwirtschaft. Sie werden von den mesanischen Sicherheitsorganen sorgfältig überwacht. Partnerschaften zwischen Freigeborenen und "Seccies" sind streng verboten.
Der größte Teil der Gesamtbevölkerung Mesas, etwa 60 Prozent, besteht indessen aus Gensklaven, die zur untersten der drei Klassen gehören. Sie haben keinerlei Rechte, der Besitz von Eigentum ist ihnen untersagt sie und werden von den Sicherheitsorganen Mesas aufs Schärfste überwacht. Allerdings gesteht man ihnen inoffiziell die Existenz von Bedürfnissen zu und sie dürfen über Nebengeschäfte Einkommen erwerben, um diese zu befriedigen.
Innerhalb der drei Klassen besteht eine weitere Unterteilung nach den einzelnen "Linien", die in ihnen vertreten sind, zudem existiert eine Unterteilung gemäß der "Tarnzwiebel", die das Mesanische Alignment auch auf Mesa selbst errichtet hat. So existieren auch unter den Vollbürgern Gruppen, die keinerlei Kentniss von den wirklichen Plänen des Alignments haben und die praktisch der Tarnung dienen.
Wirtschaft
Mesas Wirtschaft basiert zu einem nicht geringen Prozentsatz auf dem Gensklavenhandel, wobei dieser für Mesa selbst immer mehr an Bedeutung verliert und eigentlich sogar nach mesanischer Sichtweise überholt ist - nichtsdestotrotz erfreuen sich vor allem die "Lustmodelle" nach wie vor großer Beliebtheit. Hinzu kommen pharmazeutische Produkte, Waffen, medizinische Technologie und andere Produkte. Die damit beschäftigten Firmen sind in der gesamten bekannten Galaxis unterwegs, ihr Haupt-Absatzgebiet ist allerdings die Solare Liga und einige Randwelten.
Militär
Mesa besitzt eine kleine, aber effiziente Navy, die sich - durch den Einfluss des Alignments - alle Mühe gibt, vom Rest der Galaxis nicht ernstgenommen zu werden. Zusätzlich unterhalten viele auf Mesa ansässige Konzerne private Konzerntruppen, die sich meist aus Söldnern zusammensetzen und unterschiedliche Professionalitätsgrade besitzen.
Die bewaffneten Kräfte des Alignments sind keine mesanischen Einheiten und innerhalb des mesanischen Militärs weiß kaum jemand von ihrer Existenz. Ihre Existenz ist dem Rest der Galaxis generell bis 1922 P.D. unbekannt. Einige dieser Einheiten waren ein wesentlicher Faktor für den Erfolg von Operation Oyster Bay 1922 P.D.
Siehe
Anmerkungen
- ↑ daher der Name "Mesa", was nicht anderes als "Hochplateau" bedeutet
