Eridianus Erlass
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Der Eridianus Erlass ist ein einseitig proklamierter Erlass der Solaren Liga zur Verhinderung von vorsätzlichem oder willkürlichem Massenmord an Zivilisten.
Geschichte
Der Eridianus Erlass wurde nach dem Epsilon Eridiani Zwischenfall benannt.
Die Solare Liga war nach zahlreichen Vorfällen müde, die Kriegsgräuel anderer Sternnationen aufzuarbeiten und zu beseitigen und versuchte, verbindliche Richtlinien für den militärischen Angriff auf Planeten zu erlassen. Die bürokratischen Wirren der solaren Bürokratie hätten eine normale Gesetzesverabschiedung jedoch unmöglich gemacht und so beantragten die Verfasser des Erlasses nach dem genannten Zwischenfall ein Referendum und 1410 P.D. wurde der Erlass durch dieses Referendum Teil der solaren Verfassung. Der Eridianus Erlass ist damit möglicherweise das einzige Beispiel einer stringenten Außenpolitik, über das die Solare Liga verfügt.
Details
Der Erlass ächtet den unkontrollierten und willkürlichen Angriff auf Zivilisten. Die wahllose Vernichtung planetarer Bevölkerung oder des Ökosystems eines Planeten aus dem Orbit stellt einen Verstoß gegen den Erlass da. Die bei der Ausschaltung eines militärischen Ziels ausdrücklich unvermeidbaren Opfer unter der Zivilbevölkerung stellen dagegen keinen Verstoß dar.
Liegt zum beispiel ein planetares Verteidigungszentrum mitten in einer Großstadt, so darf dieses Ziel natürlich mit Waffen aus dem Orbit angegriffen werden. Die dabei auftretenden Verluste und Schäden in der Stadt werden als unvermeidbar betrachtet, wenn der Angreider alles in seiner Macht stehende getan hat, um die Verluste zu minimieren. Somit ist ein kinetischer Orbitalschlag, der alles im Umkreis von zwei Häuserblocks um das militärische Ziel einäschert kein Verstoß gegen den Erlass, ungezieltes Flächenbombardement oder der Einsatz von Biowaffen dagegen sehr wohl.
Die Hauptverantwortung und Beweislast, das der Erlass befolgt wurde, liegt dabei beim Angreifer.
Er muss
- Erstens das System kontrollieren und es darf für den Unterlegenen keine Aussicht auf Entsatz bestehen
- Zwotens den Planeten vor jeglichem Bombardement zur Kapitulation auffordern
Dadurch ist es einem Schiff, das einen Raid durchführt, verboten, ins System zu springen und Raketen auf einen Planeten abzufeuern, da es weder das System kontrolliert noch eine Kapitulation fordern kann.
Zusätzlich gilt jeder Unfall (zum Beispiel ein Raketenirrläufer, der irrtümlich die Planetenoberfläche trifft), der massive Verluste unter der Zivilbevölkerung zur Folge hat, ebenfalls als Verstoß gegen den Erlass. Hierbei wird angeführt, dass solch gravierende Unfälle generell vermeidbar sind und eine Nation, die solche Unfälle zulässt, handelt fahrlässig und gilt damit als Schurkenstaat.
Von diesem Erlass ausgenommen sind Planeten, die sich im Privatbesitz von Firmen befinden, da sich auf diesen normalerweise keine Zivilbevölkerung aufhält.
Stellt die Solare Liga einen Verstoß gegen den Eridianus Erlass fest, erfolgt ohne Verzögerung oder Vetomöglichkeit der Einsatzbefehl für die solare Navy und die schuldige Nation wird zur Rechenschaft gezogen. Dies geht normalerweise mit ihrer Auslöschung als unabhängige politische und militärische Fraktion einher.
Der Erlass wurde seit seinem Inkrafttreten insgesamt fünfmal durchgesetzt.
